Bitte ernst nehmen: Lithium-Ionen-Akkus können bei Beschädigung oder Kurzschluss in einen unkontrollierten Zustand geraten, der sich nicht mehr stoppen lässt. Die folgenden Punkte sind keine Formalitäten.
Der häufigste Fehler: loser Akku in der Tasche
Ein Wechselakku, der lose in der Hosen- oder Handtasche liegt, kann durch Münzen, Schlüssel oder Kleingeld an Plus- und Minuspol zugleich berührt werden. Das erzeugt einen Kurzschluss mit sehr hohem Strom, der die Zelle innerhalb von Sekunden aufheizt. Praktisch alle bekannt gewordenen Verletzungen durch E-Zigaretten-Akkus gehen auf genau diesen Fall zurück.
Die Lösung ist trivial: Wechselakkus gehören ausnahmslos in eine Kunststoff-Schutzhülle. Diese kosten wenige Cent und beseitigen das Risiko vollständig.
Die Wickelhülle prüfen
Der äußere Metallmantel einer 18650-Zelle liegt auf Minuspotenzial, auch an der Seite. Isoliert wird er nur durch eine dünne Kunststofffolie, die sogenannte Wicklung. Ist sie am oberen Rand eingerissen, kann der Pluspol Kontakt zum Mantel bekommen - ein Kurzschluss innerhalb des Akkus selbst.
Prüfen Sie die Wicklung deshalb regelmäßig, besonders am oberen Rand. Beschädigte Wicklungen lassen sich mit passenden Schrumpfschläuchen erneuern; wer das nicht möchte, ersetzt die Zelle.
Weitere Grundregeln
- Nur Zellen namhafter Hersteller verwenden. Bei No-Name-Zellen stimmen die angegebenen Belastungswerte oft nicht.
- Belastbarkeit beachten. Der maximale Dauerstrom der Zelle muss zur eingestellten Leistung passen, besonders bei niederohmigen Verdampfern.
- Nicht unbeaufsichtigt laden und nicht über Nacht auf brennbarem Untergrund.
- Passendes Ladegerät verwenden. Externe Ladeschalen mit Einzelschachtüberwachung sind sicherer als das Laden im Gerät.
- Zellen im Satz gleich behandeln. Bei Geräten mit zwei Akkus immer dasselbe Paar gemeinsam laden und entladen, nie mischen.
- Nicht tiefentladen. Unter etwa 3,0 Volt nimmt die Zelle dauerhaft Schaden.
- Temperatur beachten. Weder im Sommer im Auto liegen lassen noch bei Frost laden.
Warnsignale
Eine Zelle gehört sofort außer Betrieb genommen, wenn:
- das Gehäuse sich wölbt oder aufbläht
- sie im Betrieb ungewöhnlich heiß wird
- die Wicklung eingerissen oder abgelöst ist
- sie sichtbar rostet oder Flüssigkeit austritt
- die Kapazität plötzlich stark abfällt
- sie heruntergefallen ist und Dellen aufweist
Entsorgung
Lithium-Ionen-Akkus gehören niemals in den Hausmüll. Sie sind Sondermüll und werden über kommunale Sammelstellen oder Rücknahmeboxen im Handel entsorgt. Vor der Abgabe die Pole abkleben, damit es in der Sammelbox nicht zum Kurzschluss kommt. Beschädigte oder aufgeblähte Zellen sollten Sie an der Sammelstelle ausdrücklich als solche kennzeichnen.
Im Schadensfall
Gerät eine Zelle in Brand, handelt es sich um einen Metallbrand mit sehr hoher Temperatur, der sich mit Wasser nicht zuverlässig löschen lässt und erneut aufflammen kann. Bringen Sie sich in Sicherheit, sorgen Sie für Abstand zu brennbarem Material und rufen Sie im Zweifel die Feuerwehr. Versuchen Sie nicht, eine brennende Zelle mit der Hand zu entfernen.
Zuletzt redaktionell geprüft: Juli 2026