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Technik

So funktioniert eine E-Zigarette

Der Aufbau ist seit zwanzig Jahren im Kern derselbe: Ein Akku heizt eine Drahtwendel, die Flüssigkeit aus einem Wattedocht verdampft. Alles Weitere sind Variationen dieses Prinzips.

Redaktionelle Information zur Technik. Keine Produktempfehlung, keine Kaufaufforderung. Abgabe von Nikotinprodukten ausschließlich an Erwachsene.

Die vier Bauteile

Der Akku

Der Akku liefert die Energie und enthält bei modernen Geräten die gesamte Steuerelektronik. Sie begrenzt Leistung und Temperatur, überwacht den Widerstand des Verdampferkopfs und schaltet bei Fehlern ab. Geräte mit fest verbautem Akku sind kompakter, Geräte mit Wechselakku lassen sich nach Jahren weiterbetreiben.

Der Verdampferkopf

Der Verdampferkopf - oft Coil genannt - ist das eigentliche Herzstück und zugleich das Verschleißteil. In ihm sitzt eine Drahtwendel, meist aus Edelstahl oder einer Nickel-Chrom-Legierung, umgeben von einem saugfähigen Material, in der Regel Baumwollwatte.

Der Docht

Die Watte saugt Flüssigkeit aus dem Tank an und hält sie an der Drahtwendel. Ist sie zu trocken, verbrennt sie - das ist der bekannte Kokelgeschmack, der ein Zeichen für zu schnelles Ziehen oder einen leeren Tank ist. Ist sie zu nass, gelangt Flüssigkeit in den Luftweg.

Der Tank

Der Tank fasst die Flüssigkeit und führt sie über Zuleitungsöffnungen an den Docht. Seine Größe bestimmt, wie oft nachgefüllt werden muss. Materialien sind meist Glas oder Kunststoff, wobei Glas gegenüber aromastarken Flüssigkeiten beständiger ist.

Was beim Ziehen passiert

  1. Ein Zugsensor oder ein Tastendruck aktiviert den Stromkreis.
  2. Strom fließt durch die Drahtwendel, deren elektrischer Widerstand sie erhitzt.
  3. Die Flüssigkeit im umgebenden Docht erreicht ihren Siedepunkt und geht in die Gasphase über.
  4. Einströmende Luft nimmt den Dampf auf und transportiert ihn zum Mundstück.
  5. Auf dem Weg kühlt der Dampf ab und kondensiert zu einem feinen Aerosol.

Was sichtbar ist, ist also kein Rauch, sondern ein Aerosol aus kondensierten Flüssigkeitströpfchen - physikalisch näher an Nebel als an Zigarettenrauch. Es entsteht keine Verbrennung des Trägermaterials, solange der Docht ausreichend feucht bleibt.

Widerstand, Leistung und ihre Folgen

Der Widerstand der Drahtwendel wird in Ohm angegeben und bestimmt zusammen mit der Leistung, wie heiß und wie schnell verdampft wird.

Bereich Typischer Widerstand Charakteristik
Hochohmig über 1,0 Ohm wenig Dampf, enger Zug, geringer Verbrauch
Mittel 0,6 bis 1,0 Ohm ausgewogen, der verbreitetste Bereich
Niederohmig unter 0,5 Ohm viel Dampf, offener Zug, hoher Verbrauch

Welcher Bereich sinnvoll ist, hängt von der Zugtechnik ab - siehe MTL oder DL. Auch die Zusammensetzung der Flüssigkeit muss dazu passen, was unter Liquid-Grundlagen erklärt wird.

Warum Verdampferköpfe verschleißen

Mit jeder Erhitzung lagern sich Rückstände aus Aromastoffen an der Drahtwendel ab. Diese Schicht isoliert zunehmend und verbrennt zugleich mit, was den Geschmack nach und nach verschlechtert. Süße, stark gefärbte Aromen beschleunigen das erheblich. Ein Verdampferkopf hält je nach Nutzung und Flüssigkeit wenige Tage bis mehrere Wochen und ist danach zu ersetzen - reinigen lässt er sich nicht sinnvoll.

Zuletzt redaktionell geprüft: Juli 2026